Strafrecht
ADKL berät und vertritt Mandanten aus Industrie, Handel und dem Bankenwesen ebenso wie Einzelpersonen. Schwerpunkte sind das Wirtschaftsstrafrecht sowie das Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht im Zusammenhang mit der Teilnahme am Straßenverkehr. Zu unseren Aufgaben gehört die Übernahme von Verteidigungen, die Beratung und Erstellung von Gutachten.


Die Schwerpunkte im Überblick

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Insolvenz und Strafrecht

Das Insolvenzstrafrecht erfasst das wirtschaftliche Scheitern der Geschäftsführer und Vorstände. Bereits der Insolvenzantrag löst regelmäßig strafrechtliche Verfolgungsmechanismen aus.

Wirksame Verteidigung in Insolvenzverfahren hat sich vornehmlich an der nach eigenständigen strafrechtlichen Kriterien zu ermittelnden Unternehmenskrise (Überschuldung - § 19 InsO - oder Zahlungsunfähigkeit - § 17 InsO -) zu orientieren, die Praxis der Staatsanwaltschaft zeichnet sich hier durch eine häufig fehlerhafte und voreilige Festschreibung aus, die einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhält.

Wirtschaftsstrafrecht

Das Wirtschaftsstrafrecht zeigt sich in vielfältigen Widersprüchen von Straftatbeständen einerseits und Usancen und Zwängen des Wirtschaftslebens andererseits. Schlagwortartig stehen sich Wettbewerb und Korruption, Risikogeschäft und strafrechtlich relevante Untreue, Geschäftstüchtigkeit und Betrug, wirtschaftliches Scheitern und Insolvenzstrafrecht gegenüber.

Die Beratung und Verteidigung hat sich an den Komplexitäten der Lebenssachverhalte, der Auslegungsfähigkeiten der Normen und den Bedürfnissen der Mandanten zu orientieren: die schnelle und publizitätsfreie Erledigung von Ermittlungsverfahren kann ebenso Ziel anwaltlichen Handelns sein wie die Bereitschaft zur Austragung von Konflikten und die Fähigkeit, auch lange Wegstrecken gemeinsam zu überstehen.

Wirtschaftliches Risiko und Untreue

Die wachsende Bedeutung des Untreuetatbestands (§ 266 StGB) für die Tätigkeit von Entscheidungsträgern in Unternehmen und im öffentlich-rechtlichen Verbund ist bekannt, die in den Medien ausführlich behandelten Verfahren gegen Bürgermeister, Ministerialbeamte und sogar Theaterintendanten wegen so genannter "Haushaltsuntreue" dokumentieren dies ebenso wie Verfahren gegen Vorstände von gemeinnützigen Vereinen, Vorstandsmitgliedern von Aktiengesellschaften und Geschäftsführern von GmbHs oder Genossenschaften. Da die Vorschrift keineswegs eine Bereicherung oder Bereicherungsabsicht voraussetzt, die Erfüllung des Tatbestands vielmehr lediglich ein Treueverhältnis, eine Pflichtverletzung und einen Vermögensnachteil für den Treugeber erfordert (wobei bereits die Vermögensgefährdung genügt), sind Ermittlungsverfahren bei fehlgeschlagenem wirtschaftlichen Handeln, bei nicht als vertretbar angesehenen Ausgaben oder bei der Unterlassung der Realisierung von Gewinnchancen vorprogrammiert.

Da juristische Personen wie Kapitalgesellschaften oder Vereine und öffentlich-rechtliche Körperschaften oder Anstalten über ein Sondervermögen verfügen, kann das nachteilige Geschäft - wie die nicht hinreichend gesicherte Kreditvergabe durch den Vorstand einer Sparkasse oder genossenschaftlichen Volksbank ebenso wie die nicht erfolgreiche Investition durch den Vorstand der Aktiengesellschaft - Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens werden.

Wettbewerb und Korruptionsstrafbarkeit

Hierzu gehören die vom jeweiligen Wettbewerb geförderten und den "Regeln" des Marktes oftmals entsprechenden Zuwendungen zur Erlangung von Aufträgen an Mitarbeiter in Schlüsselstellungen der vergebenden Unternehmen. Dabei unterliegt nicht nur die Vorteilsgewährung an "klassische" Beamte der Strafbarkeit, sondern an jeden Amtsträger, der im Auftrag und im Interesse einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft tätig ist.

Die massenhaft eingeleiteten Verfahren gegen Ärzte in Krankenhäusern und Mitarbeiter von Unternehmen der Medizintechnik und der Pharmazie wegen ihres Sponsorings zugunsten der Krankenanstalten und der Klinikärzte (Kongressreisen, Ausstattung mit Geräten) unter dem Stichwort "Bestechung/Bestechlichkeit" sind ebenso Beleg hierfür wie die mit nahezu jedem Großprojekt in der Bundesrepublik Deutschland verbundenen Verfahren gegen freiberufliche Planungsingenieure und Angehörige der vergebenden Institutionen einerseits und Baufirmen andererseits.

Verkehrsstraf- und Ordnungswidrigkeitenrecht

Eher belanglos erscheinen straf- und ordnungswidrigkeitenrechtliche Gefahren im Straßenverkehr. Aber wer sich vor Augen führt, wie schnell bereits bei geringen Verstößen etwa Fahrverbote oder auch eine Entziehung der Fahrerlaubnis bei nicht professioneller Verteidigung eintreten können und welche einschneidenden Wirkungen bis hin zur Existenzgefährdung hieraus resultieren können, wird sich des Problems bewusst.

Hier bieten wir eine umfassende Beratung und Vertretung, die im Übrigen auch die Wege zur Verkürzung von Sperrfristen und zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis beinhalten.

Wiljo Wimmer
Rechtsanwalt, FA für Strafrecht
+49 2133 2502-0